Beruflicher Werdegang
Viele Faktoren, die meinen beruflichen Werdegang beeinflusst haben, haben Sie vielleicht schon auf der Seite Über mich gelesen.
Nach dem Abitur habe ich im Oktober 2002 mein Biologie-Studium an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg begonnen und im Mai 2008 erfolgreich mit den Schwerpunkten Mikrobiologie, Genetik und Physiologie abgeschlossen. Gerne hätte ich während des Studiums bereits meinen Schwerpunkt auf Evolution und Verhaltensbiologie gelegt, leider wurden zu dieser Zeit keine Forschungsgruppen zu diesen Themengebieten angeboten. Sie sind jedoch immer bei mir im Hinterkopf geblieben...
Nach dem Studium bekam ich die Möglichkeit zu einem 3-monatigen Praktikum in einem Mikrobiologischen Labor in Münster, das mir anschließend ohne Umschweife eine Festanstellung in Vollzeit anbot. Nach anfänglicher strikter Laborarbeit verlagerte sich mein Schwerpunkt in diesem Unternehmen immer mehr ins Büro, wo ich Berichte und Gutachten schrieb sowie Kundenberatungen durchführte und im Qualitätsmanagement mitarbeitete. Gerade die Beratungstätigkeit und der Umgang mit anderen Menschen machte mir großen Spaß.
Nach 12 Jahren in dem Labor entschied ich mich zu einer beruflichen Neuorientierung, da mich die Arbeit dort nicht mehr so erfüllte, wie es eigentlich sein sollte. Nach einem 1,5-jährigen "Abstecher" zur Landwirtschaftskammer trat ich im April 2023 meine Stelle im Infektionsschutz des Gesundheitsamtes Kreis Steinfurt an. In dieser Arbeit gehe ich buchstäblich auf, es ist eine gelungene Mischung aus "Schreibtischjob" mit Ermittlungsarbeit, Beratungen, Schreiben von Berichten, Qualitätsmanagement und dem Außendienst, in dem ich Besichtungen verschiedenster Einrichtungen durchführe. Auch der mikobiologische Part kommt nicht zu kurz, da ich es im Infektionsschutz - wie der Name schon sagt - mit den verschiedensten Krankheitserregern zu tun habe.
Nach dem Tod meines Seelentiers Sammi im Juni 2024 fiel ich in ein tiefes Loch. Manchmal mache ich mir immer noch Vorwürfe, dass ich ihn in einigen Situationen nicht besser "verstanden" habe. Der Tiertrainer, den ich, als Sammi etwa ein Jahr bei mir war, hinzugezogen hatte, gab nach zwei Trainingsstunden auf. Dies brachte mich damals zu der Überzeugung, dass da "nichts zu machen" sei. Mittlerweile verstehe ich, dass der Trainer eine für unsere Situation falsche Herangehensweise gewählt hatte, die vielleicht bei (gut) sozialisierten Hunden gefruchtet hätte, nicht jedoch bei einem Hund, der in seiner Sozialisierungsphase keine oder durchweg negative Erfahrungen gemacht hat. Der Wunsch, anderen Menschen zur Seite zu stehen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und vielleicht sogar mit dem Gedanken spielen, sich von ihrem "Problemtier" zu trennen, wurde immer größer.
Um aus dem tiefen Loch wieder heraus zu kommen, entschloss ich mich, mehr für mich zu tun. Also reduzierte ich meine Arbeitszeit und begann im Januar 2025 mit meiner Ausbildung zur Tierpsychologin an der SGD-Fernschule. Meine Intention ist es, den Tieren und Menschen zu helfen, ein harmonisches Team zu werden, damit die tierischen Mitbewohner nicht mehr "einfach nur da" sind, sondern vollwertige Familienmitglieder werden, mit denen man sich gerne beschäftigt und die man am liebsten immer bei sich haben möchte. Schlecht sozialisierten/traumatisierten Tieren möchte ich die Möglichkeit zur Resozialisierung geben. Sie sollen lernen können, Vertrauen aufzubauen und sich auf ihren Menschen jederzeit zu verlassen.
Durch Weiterbildungen und Fortbildungen erweitere ich ständig mein Wissen und meine Kenntnisse, auch, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bleiben. Die Kenntnisse durch mein Studium der Biologie erlauben es mir, Verhaltensprobleme bis auf die buchstäblich molekulare Ebene zu analysieren. Auch mein Fachwissen über die verschiedensten Krankheitserreger kommt mir zugute, sodass ich zusätzlich Beratungen zu verschiedenen Infektionskrankheiten geben kann, die sowohl uns Menschen als auch unsere tierischen Familienmitglieder betreffen.
FOLGT IM JANUAR!!! Ich besitze die Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 Tierschutzgesetz, geprüft und genehmigt vom Veterinäramt des Kreises Steinfurt.